Berichte

Hier berichte ich von spannenden Reisen, die ich in den letzten Jahren zu Fossilien Fundorten unternommen habe und besonderen Dingen rund ums Fossil. Mein treuer Begleiter ist stets mein Mann Rainer Friedhoff.

Ein besonderer Seeigel aus der Normandie

Details

Im September 2020 besuchten wir, wie schon sehr oft, die Küste im Norden von Caen.

Langrune_1                                                                                                                                                            Karte: Open Street 

Abbildung 1 Die Küste nördlich der Stadt Caen

Ich liebe diese Landschaft sehr. Hier pulsiert immer Leben, sei es von Krabbenfischern, von Muschel-Suchern Wassersportlern oder Fossiliensammlern, wobei letztere sicher in der Minderzahl sind.

Langrune_1

Abbildungen 2 bis 4: Wassersportler, Krabbenfischer und Muschelsucher.

Allerdings halten auch Touristen gern nach lose angespülten Fossilien Ausschau genauso wie sie rezente Schnecken und Muscheln sammeln. Das hat natürlich zur Folge, dass am Ende des Sommers nur noch sehr wenig herumliegt.

Bei Hochwasser hat man Zeit, sich in den kleinen Küstenorten umzusehen, die herrlichen Blumenarrangements zu bewundern, ein Gläschen Wein zu genießen oder eines der vielen angebotenen Fischgerichte zu probieren.

Wenn dann das Wasser abläuft und nach und nach auch den Meeresboden zugänglich macht, ist die Zeit für die Fossiliensammler gekommen.

An dieser Küste sind Schichten des Dogger - Bathonium anstehend. Und da es sich um Naturaufschlüsse handelt, hat man immer wieder die Chance, auch einmal ein selteneres Fossil zu erwischen Voraussetzung ist allerdings, dass nicht alles mit Seetang bewachsen ist, oder das Gestein unter Sand verborgen bleibt.

Langrune_2

Abbildungen 5 bis 6:  Diese Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2016. Damals waren viele Flächen mit fossilführendem Gestein zugänglich.

       Langrune_2

Langrune_3

Abbildungen 7 bis 8: Im Jahr 2020 waren große Flächen der Küste mit Seetang bedeckt.

 

Im Jahr 2020 sah es ganz anders aus. Hier fragte ich mich, ob es überhaupt lohnt, an den Strand zu gehen. Es schien so, als wäre das ganze Gestein mit Seetang bewachsen und der Rest unter Sand verschwunden.

Es ist jedes Mal wieder spannend, ob es Stellen gibt, an denen man aufgeschlossenes Gestein findet aus dem man evtl. Fossilien bergen kann. Die Erwartungen sollten also nicht zu hoch sein.
Umso mehr freut man sich dann, wenn man einmal Glück hat.

In diesem Jahr hatte ich Glück.
Von der Promenade aus wirkte alles dunkel und es sah so aus, als wäre der ganze Boden mit Seetang bewachsen.

Aus der Nähe betrachtet konnte ich dann aber doch dazwischen immer wieder kleine Stellen mit beigefarbenem Gestein ausmachen, in dem sogar Brachiopoden zu sehen waren. Vor Jahren konnte man Brachipoden in großer Zahl lose finden, das ist schon länger Geschichte. Aber reizvoll sind sie immer wieder, da es eine große Artenvielfalt gibt und sie häufig kalzitisiert sind und dadurch herrlich durchscheinend.

Langrune_3

Langrune_4

Abbildungen 9 bis 10: Hier lohnt sich das Suchen

Langrune_1

Abbildung 11: Ich sammelte also den einen und anderen Brachiopoden ein, obwohl ich schon eine große Auswahl in meiner Sammlung habe.

Aber dann entdeckte ich plötzlich ein gebogenes Stück eines Fossils, von dem ich dachte, es könnte ein Seeigel sein, z.B. ein Holectypus, wie ich sie schon in Luc-sur-Mer gefunden habe. Vorsichtig löste ich das Stück mit Hammer und Meißel aus dem Gestein. Auch jetzt wusste ich noch nicht genau, was für ein Seeigel es war, auf jeden Fall einer, den ich hier noch nicht gefunden hatte. Nachdem ich ihn gewaschen hatte, konnte ich es sehen: Ich hielt einen komplett erhaltenen Plesiechinus in der Hand.

 

 Langrune_6 Langrune_7

Abbildungen 12 bis 13: Der Seeigel wie gefunden.

Zu Hause habe ich ihn – wie alle Fossilien, die ich am Meer finde – ein paar Tage gewässert und dann getrocknet. Nun konnte ich ihn mit Hilfe der Sandstrahltechnik von allen Gesteinsresten befreien und freue mich riesig über einen Seeigel, den ich an dieser Fundstelle in 30 Jahren noch nie fand.

Langrune_8

Langrune_9 Langrune_10

Abbildungen 14 bis 16: Plesiechinus ornatus (BUCKMANN), 39 mm

Auf den Spuren von Charles Darwin

Details

Vor kurzem erhielt ich von einer lieben Freundin das Buch:

„Die Geschichte des Lebens in 100 Fossilien“ von Taylor und O’Dea.

Darin entdeckte ich das Foto einer Schnecke, die mir bekannt vorkam. Als ich den Text dann las, stellte ich fest, dass diese Schnecke aus Puerto San Juan in Patagonien stammt. Charles Darwin (1809 -1882) hatte sie dort während einer fünfjährigen Exkursion an der Küste zusammen mit diversen anderen Fossilien in Oligozänen Sedimenten gefunden. Der Paläontologe Sowerby (1788-1854) gab ihr den Namen Fusus patagonicus. Später wurde sie dann umbenannt in Trophon sowerbyi.

Weiterlesen: Auf den Spuren von Charles Darwin

 

Das Gürteltier – ein lebendes Fossil?

Details

Wenn man Stunde um Stunde mit dem Auto durch die Steppe von Patagonien fährt, scheint die Landschaft öde und ohne Leben zu sein. Das ist ein großer Irrtum!

Weiterlesen: Das Gürteltier – ein lebendes Fossil?

 

Fossieliensuche in Villers-sur-Mer

Details

Dieser Name ist bei Fossiliensammlern wohl bekannt. Es ist eine klassische Fundstelle, die schon seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert ist und von berühmten Paläontologen beschrieben wurde.

Weiterlesen: Fossieliensuche in Villers-sur-Mer

 

Ein rezenter Notorynchus cepedianus

Details

Notorynchus cepedianus (PÉRON, 1807)

 

Während einer Australienreise fuhren wir  auf der "Great Ocean Road", Victoria durch den kleinen Ort Lorne südwestlich von Melbourne. Hier gibt es ein Fischrestaurant, dessen Inhaber Fischer sind, welche in einer größeren Halle die Fische selbst zerlegen und für den Verzehr vorbereiten.

Weiterlesen: Ein rezenter Notorynchus cepedianus

 

Goldener Herbst in der Provence

Details

Ende September bis Mitte Oktober 2017 besuchten wir wieder einmal die Provence. Die Temperatur lag am Tage um die 20 Grad und es war trocken – meist heiter, ideal zum Sammeln von Fossilien.

Weiterlesen: Goldener Herbst in der Provence

 

La Cave aux Coquillages

Details

Wer hätte als Sammler nicht schon auf Börsen staunend vor den riesigen fossilen „Campanile“ aus dem Pariser Becken gestanden und davon geträumt, selbst einmal ein solches Prachtstück in seiner Sammlung zu haben.

Obwohl ich die Schnecken faszinierend finde, hat es mich nie gereizt, selbst einmal im Pariser Becken zu graben. Ich sehe die Chance auf eine große heile „Campanile“ als zu gering an, als dass ich dort tagelang schuften möchte.

Weiterlesen: La Cave aux Coquillages

 

Mön

Details

Schon lange bevor uns Rügen mit seinen riesigen majestätischen Kreidefelsen zugänglich war, lernten wir die beeindruckendste Landschaft Dänemarks auf der Ostseeinsel Mön kennen: Möns Klint. Als wir zum ersten Mal auf Prospekten Bilder von der Kreideküste im Osten der Insel Mön sahen, waren wir sprachlos. Wir konnten kaum glauben, dass es in unserer Nähe eine so großartige Landschaft gibt.  Seitdem haben wir dieses wunderbare Fleckchen Erde wiederholt besucht und sind jedes Mal wieder beeindruckt.

Weiterlesen: Mön

 

Streifzüge durch die Pyrenäen

Details

Im Frühjahr 2013 reisten mein Mann Rainer und ich in die Pyrenäen.

Nachdem wir schon zweimal kurz dort gewesen waren, wollten wir uns in diesem Jahr etwas intensiver mit den Schönheiten der Landschaft vertraut machen und auch nach neuen Fossil-Fundstellen suchen.

Dass es ein Traumurlaub wurde verdanken wir Arnold Seubert, der sich in den südlichen Pyrenäen sehr gut auskennt. Er führte uns an viele Orte, um uns Landschaft und Kultur nahe zu bringen. Ebenso bereitwillig zeigte er uns auch geologisch interessante und Fossil trächtige Plätze.  Deshalb möchten wir uns auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bedanken.

Weiterlesen: Streifzüge durch die Pyrenäen

 

Fossilien suchen in Villerville

Details

Die Küste der Normandie ist bei Sammlern sehr bekannt, weil man dort immer wieder schöne Fossilien bergen kann, auch wenn in den letzten 10 Jahren der Sand an vielen Stellen die guten, Fossil führenden Schichten bedeckt. Aber es gibt immer wieder Tage, an denen diese Schichten zumindest teilweise frei liegen.

Dieses Glück ist Voraussetzung dafür, dass man an der Seine-Mündung bei Villerville gute Funde macht.

Weiterlesen: Fossilien suchen in Villerville

 

Cystoideen

Details

Cystoideen

Eine überwiegend bei nordischen Sammlern bekannte Fossilgruppe ist die Gruppe der Cystoideen (aus dem Griechischen : Cystis = Blase) , zu Deutsch Beutelstrahler, welche in die beiden Ordnungen Diploporita und Rhombifera unterteilt wird.

Weiterlesen: Cystoideen

 

Tidenkalender für Frankreich-Reisende

Details

Das Besuchen der Küsten in Nord- und Westfrankreich bei Ebbe verspricht häufig gute Fossilfunde. Sie werden daher von vielen Sammlern aufgesucht. Ich möchte hier deshalb einmal auf die Gefahren hinweisen, denen man sich bei Unkenntnis der genauen Tiden einer Region aussetzt.

Weiterlesen: Tidenkalender für Frankreich-Reisende

 

Herbst-Eindrücke aus der Normandie

Details

Im September besuchten wir für einen Kurzurlaub die Normandie. Eigentlich war es kein "Sammel"-Urlaub. Aber als infizierte Sammlerin ging es auch nicht ganz, ohne die Nase auf den Boden zu richten.

Weiterlesen: Herbst-Eindrücke aus der Normandie

 

Das Museum auf der Spitze

Details

Skandinavien-Reisende wählen häufig die Vogelfluglinie zur Anreise in den Norden. Sie führt über die Fehmarnsund Brücke nach Putgarden und dann weiter mit einer der Autofähren nach Rödby Havn.

Nicht weit von hier, etwas südöstlich, liegt der Fährhafen Gedser und die südlichste Spitze Dänemarks: Gedser Odde. Diese Ecke ist einen Abstecher wert. 

Weiterlesen: Das Museum auf der Spitze

 

Fossiliensuche am Kliff bei Saint-Jouin-Bruneval

Details

Zwischen Le Havre und Étretat unmittelbar oberhalb des riesigen Großtanker-Hafens („Le Havre-Antifer“) am Cap d'Antifer liegt die Gemeinde Saint-Jouin-Bruneval (Département Seine-Maritime/Nord-Frankreich). Südlich wie nördlich des Hafens erstreckt sich ein kilometerlanges Kliff.

Weiterlesen: Fossiliensuche am Kliff bei Saint-Jouin-Bruneval

 

Mill - eine ehemalige Fundstelle für Haifischzähne

Details

Bis vor einigen Jahren gab es in Holland eine Fundstelle im Miozän/Pliozän mit hervorragenden Sammel-Möglichkeiten für fossile Zähne in außergewöhnlich guter Qualität.

Es handelt sich um die Lokalität, die allgemein als „Mill“ bezeichnet wird nach dem kleinen Ort, in dessen Nähe sie sich befindet.

Von Ende September bis Anfang Mai wurde hier Sand aus einem nahe gelegenen Baggersee aufgespült.

Weiterlesen: Mill - eine ehemalige Fundstelle für Haifischzähne

 

Herbsturlaub in der Provence

Details

Die Provence ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, auch wenn man Ende des Sommers nicht unbedingt viele Fossilien zum Aufsammeln erwarten kann. Unser Ziel war bei dieser Reise die Region um den Mont Ventoux, wo wir überwiegend in Schichten der unteren Kreide unterwegs waren. Um diese Zeit ist die Lavendel-Ernte beendet und die ganze Region duftet nach den Kräutern der Provence.

Weiterlesen: Herbsturlaub in der Provence

 

Gotland - eine Insel mit vielen Facetten

Details

Bei Fossilien Sammlern ist Gotland wegen der Vielfalt der Silurischen Fossilien bekannt.

Für Anfänger, welche noch keine Stücke aus diesen Schichten in ihrer Sammlung haben , ist es geradezu paradiesisch, auf Gotland zu sammeln.

Weiterlesen: Gotland - eine Insel mit vielen Facetten

 

Fossile und rezente Doraden-Zähne

Details

Über viele Jahre wurden die Hafenbecken in Kallo bei Antwerpen ausgebaut. Das geschah überwiegend durch nasse Aufspülungen. Der Untergrund, der dabei ausgehoben wurde, bestand aus oligozänen bis pliozänen Sanden. Diese Sande enthielten, wenn gerade die richtigen Schichten angeschnitten waren, viele Schnecken, Muscheln, Brachiopoden, Knochen und Zähne. Das Material wurde auf ausgedehnte Spülfelder aufgebracht. Das Sammeln war offiziell nicht erlaubt, wurde aber meistens geduldet. 

Weiterlesen: Fossile und rezente Doraden-Zähne

 

Hurghada am Roten Meer

Details

 Hurghada am Roten Meer - ein berühmter Fossilfundort

 

Die Berichte im LEITFOSSIL.de über Fossilienfunde in Hurghada gaben den letzten Anstoß, in den Jahren 2008 und 2009 nach Hurghada zu fliegen, um dort speziell nach Seeigeln zu suchen, die wir an anderen Fundstellen noch nicht gefunden hatten.

In der Umgebung von Hurghada stehen die Schichten des Pleistozän an. Die Fossilien sind also noch sehr jung.

Weiterlesen: Hurghada am Roten Meer

 

Florida: Sonne, Sand, Fossilien!

Details

Vor einiger Zeit haben wir den von mir lange ersehnten Urlaub auf Florida realisiert.

Die Halbinsel Florida im Südwesten der USA ist zuletzt im Tertiär vom Meer überflutet gewesen. Zu dieser Zeit haben sich dort über Millionen von Jahren Sedimente mit abgestorbenen Organismen abgelagert, so dass heute praktisch der gesamte Untergrund von Florida aus fossilen Ablagerungen besteht. Wo immer gebuddelt wird, kommen Fossilien an die Oberfläche. 

Weiterlesen: Florida: Sonne, Sand, Fossilien!

 

Die Stromatolithen der Shark Bay/West Australia

Details

Auf unserer ersten Australienreise haben wir unter anderem die Shark Bay besucht und dort am Hamelin Pool (West Australia) die einzigartigen und in großer Anzahl vorhandenen rezenten Stromatolhiten bewundert. Es sind in der Tat lebende Fossilien. Schon vor etwa 3,5 Milliarden Jahren gab es sie in größeren Mengen in den Meeren, was an einigen Stellen der Erde fossil nachgewiesen wurde, z.B. auch in West Australia, in der Hammersley Range und in Marble Bar in der Pilbara. 

Weiterlesen: Die Stromatolithen der Shark Bay/West Australia

 

Unterkategorien

   
© fffotos

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.